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Informationsschreiben

Wirtschaftliche Unterstützungsmassnahmen wegen des Corona-Virus durch den Bund

Geschätzte Kundschaft

Aufgrund der ausserordentlichen Lage, welche der Bundesrat am 16. März 2020 verfügt hat, wird die Wirtschaft hart getroffen. Der Bund hat diese Lage ausgerufen um unser Gesund­heitssystem und die Risikopatienten zu schützen. Durch die verschärften Massnahmen wird die Wirtschaft aber arg gebeutelt werden.

Zur Zeit sind noch nicht alle Unterstützungsmassnahmen durch den Bund und die Kantone bekannt. Wir erwarten gegen Ende Woche entsprechende Klärungen durch den Bundesrat.

Bekannt ist, dass der Wirtschaft als Sofortmassnahme die Möglichkeit der Kurzarbeit angeboten wird. Damit können Mitarbeiterlöhne gedeckt werden für Mitarbeiter, welche aufgrund der aktuellen Lage nicht mehr zur Arbeit erscheinen können.

Nicht gedeckt sind zur Zeit aber die eigenen Unternehmerlöhne wie auch die Eigenlöhne für selbständig Erwerbende. Also sowohl Inhaber von Kapitalgesellschaften (AG oder GmbH) wie auch Inhaber von Einzelfirmen und Kollektivgesellschaften können für sich keine Kurz­arbeit beantragen. Der Bund verspricht, dass auch für diese Zielgruppe eine Lösung angestrebt wird. Wie diese Lösung im Detail aussieht, ist zur Zeit noch nicht bekannt.

Wir informieren uns laufend über die aktuellen Ereignisse und würden die Betriebe unserer Kunden sofort informieren und die nötigen Formulare vervollständigen.

Bisher haben wir diejenigen Betriebe mit Fremdlöhnen direkt kontaktiert, um eine Anmeldung für Kurzarbeit zu organisieren. Wir werden Ihnen weitere Informationen zukommen lassen, sobald sie vorliegen.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind bisher folgende Unterstützungsmassnahmen vorgesehen:

Kurzarbeit

Aufgrund der bundesrätlichen Verordnung besteht bei Betrieben mit Mitarbeitern ein Anspruch auf Kurzarbeit für die Fremdlöhne, falls das Personal wegen der Krise keine Arbeit mehr hat und deshalb nicht am Arbeitsplatz erscheinen kann. Den eigenen Unternehmerlohn ist aber nicht über die Kurzarbeit abgedeckt. Die entsprechenden Anmeldungen bei den betroffenen Firmen wurden von uns bereits vorgenommen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Karenzfrist für die Kurzarbeit von 10 Tagen auf 1 Tag gesenkt worden ist. Dies bedeutet, dass die Unternehmen nur noch den ersten Tag der Kurzarbeit selbst bezahlen müssen. Ebenfalls wurde die maximale Bezugsdauer von 90 Tagen auf 180 Tagen ausgeweitet.

Wichtig ist, dass das Personal selber die Zustimmung zur Kurzarbeit erteilt und dass zum vornherein Kurzarbeit angeordnet werden muss. Somit muss mit jedem einzelnen Mitarbeiter abgestimmt werden, ob und wann er zur Arbeit erscheint. Es können nicht einfach einzelne „Fehlstunden“ während dem Arbeitstag als Kurzarbeit angemeldet werden, es braucht dafür eine im vornherein vereinbarte Abwesenheit infolge Kurzarbeit. Ebenfalls müssen die Ausfallzeiten protokolliert werden wie auch die normalen Soll-Stunden und die tatsächlich geleisteten Sollstunden.

Der Mitarbeiter erhält bei Kurzarbeit 80 % des vereinbarten Lohnes ohne Anrechnung der variablen Lohnbestandteile ausbezahlt.

Zur Zeit sind nur Festangestellte in der Kurzarbeit versichert. Stundenlöhner oder temporäres Personal hingegen ist davon ausgeschlossen. Auch für diese Personengruppen sucht der Bund aktiv nach Lösungen. Zur Zeit können für diese Personen aber keine Kurz­arbeit angemeldet werden. Sobald diesbezüglich weitere Informationen bekannt sind, werden wir Sie darüber informieren.

Umsatzeinbussen

Wenn infolge der aktuellen Situation Umsatzeinbussen zu beklagen sind, so können diese nach aktuellem Stand nicht angemeldet werden. Bisher sind wie erwähnt vor allem Kurz­arbeit zur Deckung der Mitarbeiterlöhne als wirtschaftliche Unterstützungsmassnahme angedacht. Ebenfalls stellt der Bund Liquiditätsspritzen in Form von Darlehen zur Verfügung aber bisher nur für mittlere und grössere Betriebe, nicht aber für Kleinbetriebe.

Generell gilt, dass Umsatzeinbussen vermutlich nicht entschädigt werden, es besteht aber die Möglichkeit, dass sich der Bund bei den betroffenen Betrieben an den Fixkosten in irgendeiner Form beteiligt, so dass der Weiterbestand der Unternehmen grösstmöglich gesichert werden kann. Wie die Hilfe in solchen Fällen aussieht, ist heute noch nicht bekannt und es dürfte wohl noch bis Anfangs der nächsten Woche dauern bis wir zu diesem Punkt über konkrete Massnahmen informieren können.

Unternehmerlohn

Nicht durch Kurzarbeit gedeckt sind zur Zeit aber die eigenen Unternehmerlöhne wie auch die Eigenlöhne für selbständig Erwerbende. Also sowohl Inhaber von Kapitalgesellschaften (AG oder GmbH) wie auch Inhaber von Einzelfirmen und Kollektivgesellschaften können für sich keine Kurzarbeit beantragen.

Der Bund verspricht, dass auch für diese Zielgruppe eine Lösung angestrebt wird. Wie diese Lösung im Detail aussieht, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Auch zu dieser Thematik werden wir Sie informieren, sobald die weiteren Massnahmen des Bundes bekannt sind.

Wir setzen alles daran, dass die Ihnen zustehenden finanziellen Ansprüche rechtzeitig bei den Amtsstellen angemeldet werden können. Zur Zeit bestehen aber noch viele offenen Fragen. Es ist nachvollziehbar, dass auch der Bundesrat für diese komplexe Problematik nicht sofort eine Lösung zur Hand hat. Trotzdem ist es für die Unternehmen wichtig die Lösungen zu kennen, so dass sie eine Planungssicherheit haben. Der wirtschaftliche Schaden wird allerdings sehr hoch ausfallen, weshalb im besten Fall nur einen Teil des Schadens durch den Bund gedeckt werden wird. Der Fokus wird der Bund vor allem darauf legen, dass die Betriebe auch nach der Krise weiterhin überlebensfähig sind; er wird aber nicht im Sinne einer Rückversicherung für die entstandenen Verluste aufkommen können. Seine finanziellen Massnahmen werden deshalb beschränkt sein.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Situation.

Sobald wir weitere News zu den wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen haben, werden wir uns bei Ihnen melden.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.